Coaching bedeutet für mich Menschen dort abzuholen wo sie tatsächlich stehen, um zusammen stabile Brücken zwischen dem hier und heute und ihrem persönlichen Ideal von Morgen zu bauen und begehbar zu machen. Ziele gemeinsam sehen, fühl und erlebbar zu machen, Umwege erkennen und neu zu justieren, dieser stärkende Prozess der Wandlung zum Guten ist für mich kein “Job”, sondern Herausforderung mein Leben mit Inhalten zu füllen die mich glücklich machen.

Training aus Leidenschaft
Im Winter 64 war es soweit: vor 12 Monaten hatte ich das Licht der Welt erblickt und nun begann mit meinen ersten selbständigen Schritten meine sportliche Vita.
Von da an strapazierte ich die Erwachsenenwelt mit meinem Bewegungsdrang, der später, im Alter von 5 Jahren, darin gipfelte, dass ich beim drehen von Stadionrunden meine Eltern als einzige Zuschauer auf die Tribüne verbannte. Von da an waren auch Ball und Fahrrad meine ständigen Begleiter. Mit 11 begeisterte mich der Judosport, dem ich bis zum grünen Gürtel treu blieb.
Aber mein Herz schlug etwas stärker für den Fußball. Tägliches stundenlanges Fußballspielen waren Lebenselixier und zugleich Ursache eines chronisch verlaufenden Heilungsprozess meiner ständig mit neuen Schürfwunden übersäten Knie. Mit 15 war dann die Sache organisiert im Verein, ich wurde Mittelstürmer mit einer beträchtlichen Torausbeute.
Zugleich faszinierten mich Bilder von Sportlern, die heute Schauspieler oder Politiker im sonnigen Kalifornien sind und zum stählen ihrer Körper Hanteln benutzten. Es mussten also Gewichte und ein Trainingspartner her, Trainingsanleitungen entnahmen wir noch heute existierenden Fachmagazinen, der Keller wurde zum Gym.
Autodidaktische Aktivitäten waren nur eine gewisse Zeit geeignet , um der Sache auf den Grund zu gehen und komplexe Trainingsfragen zu beantworten. Somit war klar, das ich mich auf die Suche nach Gleichgesinnten machen musste, die noch aktiver waren und in dem Bereich “Kraft” schon zu Meisterehren gekommen waren. Mit 17 Jahren waren meine Trainingspartner heute noch in der Szene bekannte Größen , unter anderen Burklaf Scheibe den ich in der Wettkampfsaison 2002/03 als Trainer und Choreograph bei einigen Seniorenwettkämpfen betreuen konnte und zum Gesamtsieg beim Grand Prix in Jena 2002 führte.
Aber der Reihe nach: Selbst absolvierte ich erfolgreich einige Kraftzweikämpfe, und trat mit meiner Partnerin, die ich seinerzeit trainierte, bei einigen öffentlichen und privaten Events auf. Meine Partnerin konnte bei der ersten Meisterschaft für Frauen in der DDR den 2.Platz in der Körperbewertung belegen. Im Theater arbeitend, nahm ich auch regelmäßig Schauspieler mit ins Gym am Prenzlauer Berg (heutige Kulturbrauerei) um diesen Grundlagen beim Fitnesstraining zu vermitteln. Damals kannte ich das Wort “Personal Training” und dessen Bedeutung noch nicht, obwohl ich es bereits tat.
Erste Berührungen mit dem Kampfsport kamen parallel hinzu, später wurde Liebe daraus.Leistungsorientiertes Training in diesem Bereich absolvierte ich lange Zeit bei einem meiner wichtigsten Mentoren, Michel Casper, der mir mit seinem riesigen Trainings- und Insiderwissen viele Instrumentarien, die mir heute als Personal Trainer zur Verfügung stehen, mit auf den Weg gab. Hautnah, auch als Trainingspartner konnte ich die Vorbereitung vieler Topsportler auf hochkarätige Kampfsportmeisterschaften (DM,EM,WM) miterleben. Höhepunkt für mich als Betreuer und Mitsekundant war die Boxweltmeisterschaft von Jeanette Witte (D) vs. Lucia Rijker (NED) ( The “Blue Bear” in Clint Eastwoods Million Dollar Baby) im Grand Olympic Auditorium in Los Angeles 1997. Bei dieser Gelegenheit Trainerlegenden wie Emanuel Steward , Freddie Roach oder mit Chuck Bodak den erfahrensten und besten Cutman der Welt kennzulernen und bei der Arbeit über die Schulter zu blicken, war ein phantastischer Erfahrungs-und Erkenntnissgewinn, nicht nur für die beteiligten Sportler. Natürlich war ein Abstecher ins Fitness-Welt Mekka Venice Beach Pflicht und Gold’s Gym Luft schnuppern fast so etwas wie eine spirituelle Berührung mit Lifestyle und Fitness.

"Muscle Beach Venice"- das Fitnessweltmekka
Meine Trainertätigkeit setzte sich nebenberuflich mit Arbeiten auf der Fitnessfläche in vielen kleineren Studios fort, später waren Aerobickurse (Spinning, Bodypump, Thai-Bo) ein beliebtes Tätigkeitsfeld. Einige private Engagements als Ernährungsberater und Personal Trainer kamen hinzu. 1999 war ich Teilnehmer beim 24h-Spinning-Marathon in Barreg (Schweiz), bei dem ich Gelegenheit hatte mit vielen Trainergrößen aus dem deutschsprachigen Raum zu fachsimpeln. 2001 war ich als Trainingsleiter beim größten deutschen Fitnessanbieter, der Fitness Company heute Fitness First, tätig, bei der ich die Eröffnung einiger Clubs und deren sportliche Logistik mitgestalten konnte.
Seit 2002 ist der Fitness & Wellness Club Elixia, einer der innovationsstärksten im in- und ausländischen Fitnessegment, Station meiner Trainertätigkeit. Dort ist heute meine Hauptwirkungsstätte, sowie der Trainings- und Wellnessort für meine Klienten. Unzählige Gespräche mit Mitgliedern, Interessenten, Kollegen, Freunden und Kooperationspartnern insbesondere zu den Themen Prävention, Rehabilitation und Ernährung, den daraus resultierenden Trainingsmaßnahmen sowie eine breite Palette in und externer Schulungen, Seminare und zertifizierter Ausbildungen, lässt meine Klienten heute von meinem Erfahrungsschatz profitieren.
Meine zahlreichen sportlichen Aktivitäten und die vielen Begegnungen mit interessanten Persönlichkeiten haben auch meine charakterliche Entwicklung, meine Einstellung zum Leben wesentlich mitbestimmt. So ist autenthisches, zuverlässiges Arbeiten mit anderen Menschen für mich nicht nur Broterwerb, sondern zum Lebensinhalt geworden. Ich selbst habe dem Sport wunderbare Momente in meinem Leben zu verdanken.
Zu erleben wie meine Klienten durch unser gemeinsames Training mehr Lebensqualität erlangen, erfüllt mich mit Freude und Genugtuung. Hier geht meine Arbeit weit über das rein Physische hinaus.
Es war wohl Antoine de Saint-Exupery der sinngemäß sagte: “Wenn Du willst, daß jemand ein gutes Schiff baut, dann gib ihm kein Werkzeug, sondern wecke in ihm die Sehnsucht nach der endlosen Weite des Meeres.” In diesen Worten ist viel von meiner Vorstellung der Arbeit eines guten Trainers enthalten.

